Mol Elementaranalysator in Frontansicht

Elementaranalysator

Mol CS1000

Simultane Bestimmung von Gesamtkohlenstoff und Gesamtschwefel in festen Proben. Getrennte Gehäuse, bis zu vier unabhängige NDIR-Detektoren, automatische Driftkorrektur.

Überblick

Der vielseitige Standard für C und S.

Der Mol CS1000 ist ein moderner, vielseitiger und zuverlässiger Elementaranalysator für die simultane Bestimmung von Gesamtkohlenstoff (TC) und Gesamtschwefel (TS) in überwiegend organischen Feststoffen wie Kohle, Koks, Öl, Asche, Katalysatoren, Kalkstein, Gips, Böden, Gummi und Abfall – sowie in einigen flüssigen Materialien.

Darüber hinaus erlaubt er die Bestimmung von Umweltparametern wie TOC und TIC. Je nach Konfiguration kommen bis zu vier unabhängige, selektive Weitbereichs-Infrarotdetektoren zum Einsatz. Die automatische Messbereichsanpassung deckt Konzentrationen von wenigen ppm bis in den hohen Prozentbereich ab, ohne dass der Bediener eingreifen muss.

Die Besonderheit ist der externe Ofen. Während der CS1500 den Ofen integriert und damit besonders kompakt baut, arbeitet der CS1000 mit eigenständigen Mol Premier® Öfen. Über die Mol Multi Furnace Technologie hängen bis zu drei Öfen an einem Analysator. Wer heute Kohle misst und morgen Zement und Spurenkohlenstoff dazunimmt, erweitert die Anlage statt ein zweites Gerät zu kaufen.

Bis zu drei Öfen an einem Gerät
Mol Multi Furnace: zwei Verbrennungsöfen für unterschiedliche Matrizes und ein Ausglühofen an einem einzigen Analysator. Nachrüstbar, wenn der Bedarf wächst.
Konzentrationsunabhängig
Simultane Bestimmung von Kohlenstoff und Schwefel über einen weiten Bereich – von Spuren bis zu hohen Prozentgehalten.
Mol ADC Driftkorrektur
Überwacht die Infrarotsignale fortlaufend und korrigiert Drift automatisch. Fester Bestandteil des Geräts.
Mol EFC Durchflussregelung
Vollelektronische Durchflussregelung für maximale Zuverlässigkeit und Stabilität über lange Messreihen.
Mechanische Drosselventile
Zwei wartungsfreie, langlebige Drosselventile für Spül- und Eingangsgasstrom. Einmal eingestellt, bleibt die Einstellung fixiert.
Nachrüstbare Detektoren
Die Mol NDIR ORU lässt sich jederzeit um weitere Infrarotdetektoren ergänzen.

Technische Daten

Mol CS1000

Technische Daten — Mol CS1000
ElementeC, S
MessprinzipNDIR
Anzahl IR-Zellen1 – 4
Material IR-PfadAluminium, Gold
Messbereich Kohlenstoff0,025 mg – 500 mg C abs.
Messbereich Schwefel0,025 mg – 100 mg S abs.
Standardeinwaageca. 300 mg
Typische Analysendauer60 – 120 s
OfentypWiderstandsofen, Keramikrohr horizontal
Ofentemperaturbis 1550 °C
Probenartüberwiegend organisch, fest
ProbenträgerKeramikschiffchen
GasversorgungSauerstoff 99,5 %, 2 – 4 bar (30 – 60 psi)
ChemikalienNatriumhydroxid, Magnesiumperchlorat (Anhydron)
Netzanschluss230 V ± 10 %, 50/60 Hz, 16 A
Abmessungen (B × H × T)60 × 57 × 55 cm
Umgebungsbedingungen15 – 33 °C, 20 – 80 % rF
PeripherieMonitor, PC, Waage (0,0001 g)

Messbereiche bezogen auf 500 mg Einwaage. Abweichungen je nach Probenmaterial und Einwaage möglich.

Lieferbare Konfigurationen
000 0010 00101 × C — 0,05 – 100 % C
000 0010 00201 × S — 0,005 – 2 % S
000 0010 00302 × C — 0,005 – 12 % C | 12 – 100 % C
000 0010 00402 × S — 0,005 – 2 % S | 2 – 20 % S
000 0010 00501 × C + 1 × S — 0,05 – 100 % C | 0,005 – 2 % S
000 0010 00601 × C + 2 × S — 0,05 – 100 % C | 0,005 – 2 % S | 2 – 20 % S
000 0010 00702 × C + 1 × S — 0,005 – 12 % C | 12 – 100 % C | 0,005 – 2 % S
000 0010 00802 × C + 2 × S — 0,005 – 12 % C | 12 – 100 % C | 0,005 – 2 % S | 2 – 20 % S

Applikationsdaten

Messwerte, keine Versprechen.

Ergebnisse aus unserem Applikationslabor in München.

Kohle — Applikationsbericht 135022
C62,098 % ± 0,202 · 0,33 %
S2,420 % ± 0,006 · 0,26 %
Einzelmessungenn = 8
Einwaage450 mg
Eingesetztes GerätMol CS1000

Mittelwert ± Abw. abs. · Abw. rel.

Graphit — Applikationsbericht 135012
C99,959 % ± 0,291 · 0,29 %
Einzelmessungenn = 8
Einwaage450 mg
Eingesetztes GerätMol CS1000

Mittelwert ± Abw. abs. · Abw. rel.

Calciumcarbonat — Applikationsbericht 135002
C12,014 % ± 0,017 · 0,14 %
Einzelmessungenn = 13
Einwaage351 mg
Eingesetztes GerätMol CS1000

Mittelwert ± Abw. abs. · Abw. rel.

Zement — Applikationsbericht 135032
C1,128 % ± 0,023 · 2,04 %
S0,507 % ± 0,010 · 1,95 %
Einzelmessungenn = 8
Einwaage502 mg
Eingesetztes GerätMol CS1000

Mittelwert ± Abw. abs. · Abw. rel.

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Häufige Fragen

Wie funktioniert ein Kohlenstoff-/Schwefelanalysator?
Die Probe wird in einem Ofen unter Sauerstoffüberschuss verbrannt. Der enthaltene Kohlenstoff oxidiert zu CO₂, der Schwefel zu SO₂. Die Verbrennungsgase werden entstaubt und getrocknet und anschließend in nichtdispersiven Infrarotmesszellen quantifiziert. Da jedes Gas Infrarotlicht nach einem eigenen Spektralmuster absorbiert und die Absorption der Konzentration proportional ist, ergibt sich der Massenanteil direkt aus dem Signal und der Probeneinwaage.
Was ist der Unterschied zwischen Mol CS1000 und Mol CS1500?
Beide Geräte arbeiten nach demselben Prinzip: Verbrennung im horizontalen Widerstandsofen mit anschließender NDIR-Detektion. Der Unterschied liegt im Aufbau. Der CS1500 hat den Hochtemperaturofen integriert, baut unter 180 Liter Volumen und ist damit das kompakte Komplettgerät für Labore mit wenig Stellfläche. Der CS1000 arbeitet mit externen Mol Premier® Öfen: Über die Mol Multi Furnace Technologie lassen sich bis zu drei Öfen an einen Analysator hängen. Das lohnt sich, wenn Sie mehrere Matrizes mit unterschiedlichen Ofentemperaturen fahren oder später einen Ausglühofen für die Spurenanalytik ergänzen wollen. Beide lassen sich mit bis zu vier unabhängigen Infrarotdetektoren konfigurieren.
Welchen Messbereich decken die Analysatoren ab?
Kohlenstoff von 0,025 mg bis 500 mg absolut, Schwefel von 0,025 mg bis 100 mg absolut. Bezogen auf eine Einwaage von 500 mg entspricht das bis zu 100 Prozent Kohlenstoff und bis zu 20 Prozent Schwefel. Durch die Konfiguration mit mehreren Messzellen in unterschiedlichen Bereichen wird dieser Umfang abgedeckt, ohne dass Proben verdünnt werden müssen.
Wie lange dauert eine Analyse?
Typischerweise 60 bis 120 Sekunden, abhängig von Matrix und Heizprogramm. Signalauswertung und Ergebnisausgabe erfolgen automatisch.
Widerstandsofen oder Induktionsofen – was ist der Unterschied?
Der Unterschied liegt darin, wie die Wärme entsteht. Ein Induktionsofen erzeugt ein hochfrequentes Magnetfeld, das im leitfähigen Material selbst Ströme und damit Wärme induziert; so sind über 2000 °C erreichbar. Das ist der richtige Weg für Stahl und andere Metalle, bei denen der Kohlenstoff im Gefüge gebunden ist und häufig ein Beschleuniger wie Wolfram oder Eisen zugesetzt wird. Ein Widerstandsofen heizt über Heizelemente, ähnlich einem Backofen, und arbeitet bis 1550 °C. Dafür ist die Temperatur gleichmäßig und über den gesamten Verlauf steuerbar, es braucht keinen Hochfrequenzgenerator und in der Regel keine oder deutlich weniger Zuschlagstoffe. Für nichtmetallische Proben wie Kohle, Koks, Graphit, Boden, Zement oder Abfälle reichen die erreichbaren Temperaturen aus – Kohle etwa setzt Kohlenstoff und Schwefel unter geeigneten Bedingungen bereits bei rund 1300 °C vollständig um. Dort ist der Widerstandsofen die wirtschaftlichere Wahl: einfacher im Aufbau, günstiger im Betrieb und ohne laufende Kosten für Beschleuniger.
Welche Proben lassen sich analysieren?
Feste, überwiegend organische Materialien und teilweise auch Flüssigkeiten: Kohle, Koks, Öl, Asche, Katalysatoren, Kalkstein, Gips, Böden, Gummi, Abfall, Graphit, Zement, Sand, Ruß, Tabak und Pflanzenteile.
Wie hoch darf die Einwaage sein?
Die Standardeinwaage beträgt 300 bis 350 Milligramm, Einwaagen von 500 Milligramm und mehr sind möglich. Der CS1500 verarbeitet bei Bodenproben bis zu 10 Gramm. Hohe Einwaagen verringern den Fehler durch inhomogene Probenzusammensetzung und liefern repräsentativere Ergebnisse.
Wozu dient der Ausglühofen?
Tiegel und Schiffchen bringen selbst Kohlenstoff mit. Dieser Blindwert liegt in der Größenordnung der Gehalte, die in der Spurenanalytik gemessen werden sollen, und verfälscht das Ergebnis entsprechend. Der Mol Premier® 1350 Ausglühofen glüht die Probenträger vor dem Einsatz aus: Der Kohlenstoff-Blindwert sinkt und wird vor allem reproduzierbar – eine wichtige Voraussetzung für belastbare Werte im unteren ppm-Bereich.

Nächster Schritt

Angebot für den CS1000.

Wählen Sie die passende Detektorkonfiguration – oder lassen Sie uns anhand Ihrer Proben die richtige bestimmen.

Telefon +49 (0) 89 124 178 00 E-Mail info@mol.de München