Mol CS1500 Elementaranalysator, Detailansicht der Frontblende mit Durchflussmessern und glühendem Ofen

Elementaranalysator

Mol CS1500

Kompakt, robust und präzise. Integrierter Hochtemperaturofen bis 1550 °C, hohe Einwaagen, Messbereiche individuell auf Ihre Proben zugeschnitten.

Überblick

Ein Hochleistungsgerät, das in jedes Labor passt.

Der Mol CS1500 ist ein kompakter und leistungsstarker Elementaranalysator für die Bestimmung von Kohlenstoff und Schwefel in festen, überwiegend organischen Proben – Kohle, Koks, Öl, Asche, Katalysatoren, Kalkstein, Gips, Böden, Gummi, Abfall und weitere feste sowie teilweise flüssige Materialien.

Mit einem Bauvolumen von knapp unter 180 Litern gehört er zu den kompaktesten Geräten seiner Klasse. Trotz der platzsparenden Bauweise arbeitet er mit hoher Effizienz, ohne Abstriche bei Komfort oder Leistung – ideal für Labore mit begrenzter Stellfläche.

Die wartungsarme und robuste Konstruktion, die durchdachte Mol Steuer- und Auswertesoftware und die hohe Zuverlässigkeit auch in rauer Umgebung machen ihn zu einer vielseitigen Lösung für Forschung, Industrie und Produktionskontrolle.

Kompakt und leistungsstark
Knapp unter 180 Liter Bauvolumen – einer der kompaktesten Analysatoren seiner Klasse, ohne Kompromisse bei der Leistung.
Integrierter Hochtemperaturofen
Der integrierte Ofen erreicht 1550 °C bei einer Temperaturauflösung von 0,1 °C und schafft damit optimale Bedingungen für Verbrennung und Zersetzung.
Hohe Einwaagen
Verarbeitet größere Probenmengen, bei Bodenproben bis zu 10 Gramm. Das verringert Fehler durch inhomogene Proben und liefert repräsentative Ergebnisse.
Messbereiche nach Maß
Wir passen den Messbereich Ihres Analysators an Ihre Proben an – ohne Aufpreis. Unser Applikationslabor in München analysiert dazu vorab Ihr Material.
Modular erweiterbar
Zusätzliche Infrarotdetektoren lassen sich auch später integrieren. Ein zunächst nur für Kohlenstoff konfiguriertes Gerät wächst mit Ihren Anforderungen.
Für raue Umgebungen gebaut
Ausgelegt für Staub, Vibration und Temperaturextreme – konstante Leistung auch unter harten industriellen Bedingungen.

Technische Daten

Mol CS1500

Technische Daten — Mol CS1500
ElementeC, S
MessprinzipNDIR
Messbereich Kohlenstoff0,025 mg – 500 mg C abs. / bis 100 % C
Messbereich Schwefel0,025 mg – 100 mg S abs. / bis 20 % S
Standardeinwaage350 mg
Typische Analysendauer60 – 120 s
OfentypWiderstandsofen, Keramikrohr horizontal
Ofentemperatur450 – 1550 °C
Temperaturauflösung0,1 °C
ProbenträgerKeramikschiffchen
GasversorgungSauerstoff 99,5 %, 2 – 4 bar (30 – 60 psi)
ChemikalienNaOH auf Träger (Ascarit), Magnesiumperchlorat (Anhydron)
Netzanschluss230 V AC ± 10 %, 50/60 Hz, 16 A
Abmessungen (B × H × T)60 × 57 × 55 cm
Gewichtca. 80 kg
Umgebungsbedingungen15 – 33 °C, 20 – 80 % rF
PeripherieMonitor, PC, Waage

Messbereiche bezogen auf 500 mg Einwaage. Abweichungen je nach Probenmaterial und Einwaage möglich.

Applikationsdaten

Messwerte, keine Versprechen.

Ergebnisse aus unserem Applikationslabor in München.

Kohle — Applikationsbericht 135022
C62,098 % ± 0,202 · 0,33 %
S2,420 % ± 0,006 · 0,26 %
Einzelmessungenn = 8
Einwaage450 mg
Eingesetztes GerätMol CS1000

Mittelwert ± Abw. abs. · Abw. rel.

Graphit — Applikationsbericht 135012
C99,959 % ± 0,291 · 0,29 %
Einzelmessungenn = 8
Einwaage450 mg
Eingesetztes GerätMol CS1000

Mittelwert ± Abw. abs. · Abw. rel.

Calciumcarbonat — Applikationsbericht 135002
C12,014 % ± 0,017 · 0,14 %
Einzelmessungenn = 13
Einwaage351 mg
Eingesetztes GerätMol CS1000

Mittelwert ± Abw. abs. · Abw. rel.

Zement — Applikationsbericht 135032
C1,128 % ± 0,023 · 2,04 %
S0,507 % ± 0,010 · 1,95 %
Einzelmessungenn = 8
Einwaage502 mg
Eingesetztes GerätMol CS1000

Mittelwert ± Abw. abs. · Abw. rel.

Applikationsbericht anfordern

Häufige Fragen

Wie funktioniert ein Kohlenstoff-/Schwefelanalysator?
Die Probe wird in einem Ofen unter Sauerstoffüberschuss verbrannt. Der enthaltene Kohlenstoff oxidiert zu CO₂, der Schwefel zu SO₂. Die Verbrennungsgase werden entstaubt und getrocknet und anschließend in nichtdispersiven Infrarotmesszellen quantifiziert. Da jedes Gas Infrarotlicht nach einem eigenen Spektralmuster absorbiert und die Absorption der Konzentration proportional ist, ergibt sich der Massenanteil direkt aus dem Signal und der Probeneinwaage.
Was ist der Unterschied zwischen Mol CS1000 und Mol CS1500?
Beide Geräte arbeiten nach demselben Prinzip: Verbrennung im horizontalen Widerstandsofen mit anschließender NDIR-Detektion. Der Unterschied liegt im Aufbau. Der CS1500 hat den Hochtemperaturofen integriert, baut unter 180 Liter Volumen und ist damit das kompakte Komplettgerät für Labore mit wenig Stellfläche. Der CS1000 arbeitet mit externen Mol Premier® Öfen: Über die Mol Multi Furnace Technologie lassen sich bis zu drei Öfen an einen Analysator hängen. Das lohnt sich, wenn Sie mehrere Matrizes mit unterschiedlichen Ofentemperaturen fahren oder später einen Ausglühofen für die Spurenanalytik ergänzen wollen. Beide lassen sich mit bis zu vier unabhängigen Infrarotdetektoren konfigurieren.
Welchen Messbereich decken die Analysatoren ab?
Kohlenstoff von 0,025 mg bis 500 mg absolut, Schwefel von 0,025 mg bis 100 mg absolut. Bezogen auf eine Einwaage von 500 mg entspricht das bis zu 100 Prozent Kohlenstoff und bis zu 20 Prozent Schwefel. Durch die Konfiguration mit mehreren Messzellen in unterschiedlichen Bereichen wird dieser Umfang abgedeckt, ohne dass Proben verdünnt werden müssen.
Wie lange dauert eine Analyse?
Typischerweise 60 bis 120 Sekunden, abhängig von Matrix und Heizprogramm. Signalauswertung und Ergebnisausgabe erfolgen automatisch.
Widerstandsofen oder Induktionsofen – was ist der Unterschied?
Der Unterschied liegt darin, wie die Wärme entsteht. Ein Induktionsofen erzeugt ein hochfrequentes Magnetfeld, das im leitfähigen Material selbst Ströme und damit Wärme induziert; so sind über 2000 °C erreichbar. Das ist der richtige Weg für Stahl und andere Metalle, bei denen der Kohlenstoff im Gefüge gebunden ist und häufig ein Beschleuniger wie Wolfram oder Eisen zugesetzt wird. Ein Widerstandsofen heizt über Heizelemente, ähnlich einem Backofen, und arbeitet bis 1550 °C. Dafür ist die Temperatur gleichmäßig und über den gesamten Verlauf steuerbar, es braucht keinen Hochfrequenzgenerator und in der Regel keine oder deutlich weniger Zuschlagstoffe. Für nichtmetallische Proben wie Kohle, Koks, Graphit, Boden, Zement oder Abfälle reichen die erreichbaren Temperaturen aus – Kohle etwa setzt Kohlenstoff und Schwefel unter geeigneten Bedingungen bereits bei rund 1300 °C vollständig um. Dort ist der Widerstandsofen die wirtschaftlichere Wahl: einfacher im Aufbau, günstiger im Betrieb und ohne laufende Kosten für Beschleuniger.
Welche Proben lassen sich analysieren?
Feste, überwiegend organische Materialien und teilweise auch Flüssigkeiten: Kohle, Koks, Öl, Asche, Katalysatoren, Kalkstein, Gips, Böden, Gummi, Abfall, Graphit, Zement, Sand, Ruß, Tabak und Pflanzenteile.
Wie hoch darf die Einwaage sein?
Die Standardeinwaage beträgt 300 bis 350 Milligramm, Einwaagen von 500 Milligramm und mehr sind möglich. Der CS1500 verarbeitet bei Bodenproben bis zu 10 Gramm. Hohe Einwaagen verringern den Fehler durch inhomogene Probenzusammensetzung und liefern repräsentativere Ergebnisse.
Wozu dient der Ausglühofen?
Tiegel und Schiffchen bringen selbst Kohlenstoff mit. Dieser Blindwert liegt in der Größenordnung der Gehalte, die in der Spurenanalytik gemessen werden sollen, und verfälscht das Ergebnis entsprechend. Der Mol Premier® 1350 Ausglühofen glüht die Probenträger vor dem Einsatz aus: Der Kohlenstoff-Blindwert sinkt und wird vor allem reproduzierbar – eine wichtige Voraussetzung für belastbare Werte im unteren ppm-Bereich.

Nächster Schritt

Angebot für den CS1500.

Nennen Sie uns Matrix, Konzentrationsbereich und Probendurchsatz. Wir konfigurieren das Gerät passend und senden Ihnen ein Angebot.

Telefon +49 (0) 89 124 178 00 E-Mail info@mol.de München